Liebe Leserinnen und Leser,

am Samstag, 1. April, veranstalteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Naturerlebenzentrums Haus Entenfang, Riddagshausen, unter Leitung der Rangerin Anke Kätzel gemeinsam mit dem Förderverein Naturschutzgebiet Riddagshausen e. V. und dem CDU-Ortsverband Wabe-Schunter wieder ihre traditionelle Frühjahrsaktion im Naturschutzgebiet, zu der viele freiwillige Helfer vom Kind bis zu den Großeltern begrüßt werden konnten.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand der Schutz unserer heimischen Wildbienen. Dr. Martin Bollmeier, 1. Vorsitzender des  Fördervereins, erklärte den Teilnehmern, was beim Bau einer sinnvollen Nisthilfe zu beachten ist und warum man die Fertigprodukte aus den Baumärkten nicht kaufen sollte. Beim Anschauen des großen Wildbienenhotels am Haus Entenfang konnte schon ein reges Fliegen der Wildbienen beobachtet werden. Vor allem die Mauerbienen mit ihrem pelzigen rotbraunen Hinterleib waren aktiv und schon tüchtig dabei, neue Brutzellen anzulegen.

Anschließend konnte jedes Kind für sich selbst eine sinnvolle Nisthilfe bauen. Der Förderverein hatte zahllose Bretter für insgesamt zwanzig „Wildbienenhotels“ vorbereitet, die von zahlreichen Kindern zusammengebaut wurden, wobei Eltern und Großeltern helfen durften. Nach dem Zusammenbau wurden die kleinen „Wildbienenhotels“ noch mit Nisthölzern und Schilfhalmen bestückt, damit die Wildbienen ein Zuhause bekommen können. Die fertigen „Wildbienenhotels“ durften die Kinder mit nach Hause nehmen, um auch den Wildbienen in der Stadt eine Nistmöglichkeit zu geben.

Als besondere Aktion wurden auch noch Niststeine aus Lehm gebaut. Hier durften die Kinder nach Herzenslust herumschmaddern, trockenen Lehm mit Wasser mischen, durchkneten und dann in vorbereitete Holzkästen hineinfüllen. Wenn der Lehm in ein paar Tagen einigermaßen getrocknet ist, werden die Holzkästen übereinander gestapelt und bieten so eine Erdwand, in die weitere Wildbienenarten ihr Nest hineinbauen können.

Weitere fleißige Helfer waren derweil auf dem Gelände am Haus Entenfang aktiv. Hier wurde für Wildbienenarten, die ihre Brutröhren in offenen Bodenstellen anlegen, eine 50 cm tiefe Sandfläche geschaffen.

Eine weitere Gruppe pflanzte insgesamt 11 Stiel-Eichen im Naturschutzgebiet und steckte 20 Weiden, welche später einmal zu Kopfweiden geschnitten werden sollen. Sowohl die Eichen als auch die Weiden haben eine ganz besondere Bedeutung für die Natur, da diese beiden Baumarten die mit Abstand meisten Insektenarten beherbergen – sowohl als lebende Bäume als auch später einmal als Totholz.

Erfolgreich war auch wieder die Müllsammelgruppe, die einen großen Sack voll Müll im Naturschutzgebiet zusammentrug und so das Naturschutzgebiet verschönerte.
Der Aktionstag wurde mit einem gemeinsamen leckeren Mittagessen abgeschlossen, das von der Pflege Wilhelminum in Querum gesponsert wurde.

Die Teilnehmer des gelungenen Tages mit tollem Frühlingswetter waren sehr begeistert und möchten gern auch beim nächsten Mal wieder dabei sein.

Herzlichst

Ihr Thorsten Wendt

Fotograf: Anke Kätzel, 01.04.2017

Fotograf: Anke Kätzel, 01.04.2017

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